Taufe

Schon Johannes der Täufer hat die Menschen, die vor 2000 Jahren in Israel zu ihm in die Wüste und hinunter an den Jordan (ein Flus in Israel) kamen, um ihn predigen zu hören, getauft, wenn sie bereit waren, umzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Deshalb nannten die Menschen ihn auch den„Täufer“.

Die Evangelien des Neuen Testaments erzählen, daß auch JESUS zu Johannes kam und sich – zu dessen großem Erstaunen – taufen ließ (Mt 3,13ff / Mk 1,9ff / Lk 3,21 / Joh 1,29ff). Danach, so hören wir, tat sich der Himmel auf, der Geist Gottes schwebte wie eine Taube herab, und eine Stimme sprach: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“

Ob Jesus selbst getauft hat, ist nicht sicher. Das Neue Testament erwähnt es nur an einer einzigen Stelle (Joh 3,22) und auch da eher beiläufig. Aber es berichtet an einer anderen Stelle von einer Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern, in deren Verlauf der Herr zu ihnen sagte (Mt 28,16-20): „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehrt sie, alles zu halten, was ich Euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“

Diesen Abschnitt nennen wir den
„Taufbefehl“ (oder „Missionsbefehl“). Jesu Jünger folgten dieser Weisung. Schon bald begannen sie zu taufen, und die Taufe wurde zu dem Kennzeichen dafür, daß jemand der christlichen Kirche angehörte.

Bis auf den heutigen Tag erfüllen Christen aller Kirchen und Konfessionen den Befehl des Herrn und taufen Kinder und Erwachsene. Dabei vertrauen sie darauf, daß Jesus Christus auch heute im Sakrament der Taufe gegenwärtig ist und handelt.