Andacht - 25.03.2020

Andacht zum Lied „Der mich atmen lässt bis du, lebendiger Gott“ - März 2020

 

Der mich atmen lässt, bist du, lebendiger Gott:

so beginnt das Lied, das Sie heute hören können.

Atmen ist das Lebenszeichen schlechthin.

Unser Atem zeigt, in welcher Verfassung wir sind:

aufgeregt, ängstlich, ausgeglichen – je nachdem atmen wir anders

und unser Atem zeigt, dass wir Gottes Geschöpf sind:

er blies den ersten Menschen den Lebensatem ein, sie wurden „lebendig“: handlungsfähig, denkfähig, fähig zur Liebe, - und auch zum Fehlermachen. Gottes Kinder.

Unser Atemrhytmus ist übrigens sehr individuell:

in welchem Tempo wir ein- und ausatmen,

wie viele Atemzüge pro Minute wir machen,

da sind nicht alle Menschen gleich.

Ein ruhiges, tiefes, bewusstes Atmen hilft uns,

zu entspannen, Abstand zum Leben zu finden, uns selbst wieder zu finden.

So können wir uns als Gottes Geschöpfe spüren,

so können wir seine Gegenwart erleben:

wenn wir unseren Atem bewusst erleben.

Vielleicht klappt es ja mit der Musik heute:

setzen Sie sich an einen ruhigen Platz, bequem sollte er sein,

richten Sie sich auf,

hören Sie dem Lied zu und atmen Sie in Ihrem eigenen Rhythmus.

Tiefer und weniger tief, langsam oder etwas schneller,

so, dass es sich gut anfühlt.

Gott gab uns Atem, damit wir leben:

damit wir unsere Zeit hier auf der Erde gestalten.

Bewusst atmen heißt auch:

bewusst leben, als geliebtes Kind Gottes.

Behüt Sie Gott!

 


Choralfantasie über Der mich atmen lässt, bist du, lebendiger Gott

Klaus M. Kowalski, Wilhelm Sauer-Orgel der Michaeliskirche, Leipzig


 

Jetzt anhören:

 

 

Tags: